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Ralf Metzenmacher / Pinselartist
Am Leinritt 9a
96049 Bamberg
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Ralf Metzenmacher: "Jaffa"
Größe: 309 x 167 cm
Öl auf Leinwand
Size: 118' x 65,7'
Oil on canvas
Mit meinem dreiteiligen Bild ‚Jaffa’ habe ich eine gemalte Dokumentation der Zerstörung und der Ermordung der einheimischen Bevölkerung Jaffas geschaffen. Ein Mahnmahl, wenn man so will. Durch die Jahrhunderte hat sich die Methode der Verschiebung von Machtverhältnissen mit Mitteln der Zerstörung und damit der Gewalt kein bisschen verändert. An dieser Stelle gibt es aus meiner Sicht keine wirkliche Evolution der Menschheit; und damit auch keine Modernisierung. Modern wäre es aber, nicht mit Gewalt Veränderungen herbei zu führen, sondern ganz im Sinne von Mahatma Gandhi, einen gewaltlosen Weg der Liebe und Überzeugung einzuschlagen. Dass das möglich ist, sollten wir ja an seinem Beispiel gelernt haben. Haben wir aber nicht!
Als mahnendes Beispiel steht Jaffa somit als Synonym für historische Rivalitäten im Nahen Osten – und in gewisser Weise auch für die heutigen Entwicklungen der ehemaligen Diktaturen hin zu potentiellen Demokratien im Nahen Osten. Sei es in Libyen, Tunesien, Ägypten, Syrien, Jemen... Auch diese Veränderungen gehen bzw. gingen nicht nur friedfertig über die Bühne, sondern waren in der Regel auch mit Gewalt und Zerstörung erzwungen.
Die Geschichte im kurzen Überblick:
Im Jahr 1099 eroberte Gottfried von Bouillon im Rahmen des Ersten Kreuzzugs den Ort an der Mittelmeerküste. Die einheimische Bevölkerung wurde weitgehend umgebracht und stark reduziert. Für die Kreuzfahrer hatte Jaffa, als dem Jerusalem am nächsten gelegenen Mittelmeerhafen einen besonderen strategischen Wert.
1535 ließen die Mameluken Jaffa weitgehend zerstören und entvölkern. Später konnte Jaffa seine alte wirtschaftliche Bedeutung zurückerlangen, insbesondere als Pilgerhafen auf dem Weg nach Jerusalem.
Am 14. Mai 1948 wurde Jaffa von israelischen Milizen eingenommen. In der Folge von Flucht bzw. Vertreibung eines Großteils der arabischen Bevölkerung reduzierte sich diese von rund 65.000 auf knapp 5.000 Einwohner.
„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“
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Title: Jaffa
Size: 118’ x 65,7’
Oil on Canvas
Jaffa
With my three-part picture ‚Jaffa’ I have created a painted document of destruction and murder of the indigenous population of Jaffa. A memorial if you want. Through the centuries, the method of shifting power relations with means of destruction and violence hasn’t changed much. At this point in my view, there is no real evolution of mankind, and therefore no modernization. Modernity would not use force to bring changes, but in the spirit of Mahatma Gandhi, a non-violent way of love and conviction pursue should have been taken. That this is possible, we should have learned from his example. But we haven’t!
As a synonym Jaffa stands for a cautionary example of historic rivalries in the Middle East - and in some ways, it stands for today's developments from former dictatorships to potential democracies in the area. Whether it is in Libya, Tunisia, Egypt, Syria or Yemen ... These changes are not only peaceful and were achieved mostly by force and destruction.
The story at a glance:
In 1099 in the First Crusade Godfrey of Bouillon conquered the location on the Mediterranean coast. The native population was killed and largely reduced. For the Crusaders Jaffa had, as Jerusalem nearest Mediterranean port, a special strategic value.
1535 the Mamluks destroy and largely depopulated Jaffa. Later, the town regain its old economic importance, especially as pilgrims port on the way to Jerusalem.
On 14 May 1948 Jaffa was taken by Israeli militias. As a result of flight or expulsion the Arab population was reduction from around 65,000 to just under 5,000 inhabitants.
Søren Kierkegaard:
"Life can only be understood backwards, but can be lived only in forward."

