Margarete Adler, Mutterliebe, 2005 - 2013, Ton gehärtet mit Kunstharz, Metalldraht, Öl, 53 x 23 x 30 cm, Unikat

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AOA;87 contemporary

Beschreibung

In der Serie "Mutterliebe" setzt sich Adler intensiv mit ihren realen Modellen und deren Geschichten im Vorfeld Auseinander. Es geht um die Liebe der Mutter und damit einhergehende Verletzungen - ob mutwillig oder nicht. Der Werkzyklus besteht aus sechs Skulputren vom Kleinkind bis hin zur alten Frau.

Das Porträt der Tochter im Kleinkindalter ist titelgebend für die gesamte Werkgruppe: »Mutterliebe«. Mütterlichkeit wird hier mit der künstlerischen Suche nach Perfektion im wörtlichen und übertragenen Sinne gleichgesetzt. Angesichts einer womöglich übertriebenen mütterlichen Fürsorge drücken Gesicht, Statur und Gestik eine gewisse Melancholie aus. Der Kopf ist vollständig vom Hals getrennt, ebenfalls der linke Arm an zwei Stellen: unter der Schulter und am Handgelenk. Alle Bruchstellen werden zusammengefügt durch goldfarbene Klammern aus Draht. Der in seiner Seherfahrung erschütterte Betrachter begibt sich um die allansichtige Figur herum und entdeckt Verletzungen anderer Art: Sprünge im Material, mit Wucht angefügt und oberflächlich gekittet. Vielleicht wird der Betrachter jetzt aufatmen und getröstet sein, auf die Ebene des Materials zurückgeholt zu werden. Die Frage nach Verletzungen tieferer Natur, die ein Leben lang mitgetragen werden, wird unweigerlich bleiben.

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