Museale Spindler-Kommode - Johann Friedrich und Heinrich Wilhelm Spindler - Berlin um 1765

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Christian Eduard Franke-Landwers Christoph Freiherr von Seckendorff

Beschreibung

Nuss, Königsholz und Ahorn sowie weitere gefärbte, teils gravierte und schwarz konturierte Hölzer.

Platte und Front der qualitätvollen, zweischübigen Kommode zeigen die für die Spindler-Werkstatt so charakteristische Gliederung in je drei von Rocaillen gerahmte Kartuschen. Das präzise gearbeitete Würfelparkett wird ergänzt von großen, mit Schleifen gebundenen Blumensträußen, auf der Front von einem üppigen Bouquet im Flechtkorb und auf der Mittelkartusche der Platte von einem Brunnen mit Nereide und Putto vor Maserholzfond. Originale, feuervergoldete und versilberte Bronzebeschläge mit dem Wappen der Freiherren von Plotho ergänzen das meisterliche Furnier.

Erich Christoph Edler Herr und Freiherr von Plotho (1707-1788) wurde 1754 von Friedrich dem Großen zum preußischen Staatsminister ernannt und als brandenburgischer Gesandter während des Siebenjährigen Krieges nach Regensburg abgeordnet. Von dort aus unternahm er zahlreiche diplomatische Reisen an süddeutsche und österreichische Fürstenhöfe. Diese Kontakte hatten nicht nur Einfluss auf seine politische Karriere sondern führten ihn zu einem kultivierten Geschmack für luxuriöse Einrichtungsobjekte und Kunstgegenstände, wie diese repräsentative Kommode bezeugt. Seine Frau Charlotte Wilhelmine Eleonore Freiin von Bodenhausen brachte mehrere, in den Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth gelegene Güter in die 1743 geschlossene Ehe ein, auf die er sich nach seinem Abschied aus den Diensten des Königs zurückzog.

Die Kommode ist bei Kreisel/Himmelheber publiziert und abgebildet.

Höhe 80,5 cm, Breite 140 cm, Tiefe 64 cm.

Abgebildet bei Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels, München 1973, Bd. 2, Abb. 790.

Sangl, „Spindler?“, in: Journal of the Furniture History Society, Leeds 1992, Vol. XXVII, S. 22-66.

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