Paar höfischer Encoignuren

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Christian Eduard Franke Antiquitäten GmbH

Beschreibung

Charles Topino, Paris um 1780

Die zwei halbhohen Eckschränke sind in Rosenholz, Nussbaum und Ahorn furniert, erhalten haben sich Brandschattierungen und Reste der Kolorierung.

Die mit reichen Architekturdarstellungen intarsierten Fronten zeigen die kostbare Handschrift Topinos, die Szenen erinnern an Veduten Giovanni Paolo Panninis, welche als Stiche in ganz Europa bekannt waren.

Die abgeschrägten Ecken der Möbel sind mit den originalen, feuervergoldeten Bronzen beschlagen, ebenso sind die ursprünglichen Brèche d‘Alep-Platten erhalten.

Charles Topino (geb. um 1735, Meister 1773) war bekannt für meist kleinere Möbel, deren Reiz in den kompliziert gearbeiteten Intarsien oder Marketerien lag.

Der schon zu Lebzeiten hoch angesehene mâitre-ébeniste arbeitete nicht nur für den französischen Adel, sondern belieferte auch Händler und andere Kunstschreiner mit Möbeln oder einzelnen, bereits marketierten Füllungen, über die er detaillierte Auftragsbücher führte.

Darum ist auch zu vermuten, dass viele seiner Arbeiten an Möbeln eingesetzt wurden, die letztlich mit der Signatur eines anderen Künstlers versehen wurden.

Dieses Geschäftsmodell Topinos – ebenso innovativ wie seine Möbelkunst – scheiterte jedoch in den Wirren der Revolution von 1789, die für seine Werkstatt den Bankrott bedeutete.

Das hier gezeigte Paar ist mit Schlagstempel signiert.

Höhe 88 cm, Tiefe 50 cm.

Kjellberg, Le Mobiliare française du XVIIIe siècle, Paris 1998, S. 841-847.

Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München 1990, S. 319-320.

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