Paar Münchener Kommoden - Münchner Hofwerkstatt um 1735

Kategorien

Möbel

Händler

Christian Eduard Franke-Landwers Christoph Freiherr von Seckendorff

Beschreibung

Ein Paar höfischer, barocker Kommoden, Nuss- und Nussmaserholz furniert mit Ahornadern und ebonisierten Bandeinlagen, die außerordentlich feinen Schlüsselschilder und Ziehgriffe aus gravierter Bronze mit Resten der originalen Vergoldung. Bei einer der Kommoden befindet sich unter der Platte ein furniertes, ausziehbares Tablar. Besonders ungewöhnlich ist die Gestaltung der Seiten mit kräftig gekehlten Kassetten. Der Entwurf für dieses sehr schön erhaltene Kommodenpaar mit den feinen Beschlägen ist Wilhelm de Grof (auch: Guillielmus de Groff) zuzuschreiben. Grof (geboren um 1676 in Antwerpen) stand als Bildhauer, Gießer, Stuckateur und Möbelschreiner im Dienst

Ludwigs XIV., bevor er 1715 von Kurfürst Max Emanuel als Hofbildhauer nach München berufen wurde und für die Inneneinrichtung zahlreicher Schlossbauten und die Gestaltung mehrerer Gartenanlagen herangezogen wurde. Grof brachte nicht nur einen exquisiten, französischen Geschmack mit nach München, sondern bildete in seiner großen Werkstatt in der Herzog-Max-Burg auch zahlreiche Gesellen zu angesehenen Kunsthandwerkern aus. Erwähnenswert sind die Stuckateure und Bildhauer Egidius Verhelst und Charles Claude Dubut. Zu Recht gilt Grof als ein Wegbereiter der eleganten Kunst des Rokoko in München.

Höhe 84 cm, Breite 100 cm, Tiefe 57 cm.

Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels, München 1973, Bd. 2, Abb. 375.

Thieme/Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Bd. 15, S. 72-74.

Möbel

Möbel

Ihre Anfrage

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Daten und Angaben zur Bearbeitung meines Anliegens elektronisch verarbeitet werden. Mir ist bewusst, dass ich meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft durch eine einfache Erklärung, zum Beispiel durch eine Erklärung mittels dieses Kontaktformulars oder per E-Mail an info@bamberger-antiquitaeten.de, widerrufen kann.