Der Vesta-Tempel in Rom - Ferdinand Konrad Bellermann (Erfurt 1814-1889 Berlin)

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Christian Eduard Franke-Landwers Christoph Freiherr von Seckendorff

Beschreibung

Ferdinand Konrad Bellermann

Öl auf Leinwand. Bellermann (Erfurt 1814-1889

Berlin) begann ursprünglich eine Lehre als Porzellanmaler

und wechselte 1833 an die Berliner

Akademie. Von dort aus führten ihn diverse

Reisen unter anderem nach Skandinavien, Südamerika

und Italien. Vor allem die von König

Friedrich Wilhelm IV. geförderte Studienreise

nach Venezuela und der Austausch mit Alexander

von Humboldt prägten seine künstlerische Arbeit.

Seine Landschaften sind nicht nur im Aufbau

gelungen komponiert, sondern widmen sich oft

auch scheinbar unbedeutenden Details und botanischen

Besonderheiten der dargestellten Natur.

Höhe 58,5 cm, Breite 62,5 cm.

Thieme/Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden

Künstler, Bd. 3, S. 243-244.

Gemälde

Porträt Philipp Melanchthons – Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt

Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt (Kronach 1472 – 1553 Weimar)

Porträt Philipp Melanchthons

Wittenberg, 1543

Signatur: rechts über der Schulter schwarzes Schlangensignet (mit liegendem Flügel) und Jahreszahl „1543“

Öl auf Holz

Höhe: 20,1 cm, Breite: 14,4 cm

Literatur: Friedländer/ Rosenberg: The Paintings of Lucas Cranach, Amsterdam 1978, vgl. Nr. 314/315 E und D, S. 130.

Gutachten: Prof. Dr. Gunnar Heydenreich (Cranach Digital Archive), 26.11.2017

Provenienz: Privatsammlung, Stuttgart, 2005

Der Humanist und Theologe Philipp Melanchthon (Bretten 1497 – 1560 Wittenberg) gehörte neben Martin Luther zu den zentralen Figuren der Reformation. Der enge Vertraute Luthers lehrte über vierzig Jahre lang als Professor an der Universität Witten-berg, verfasste zahlreiche theologische und pädagogische Schriften, und galt bereits seinen Zeitgenossen als „Praeceptor Germaniae“ – Lehrer Deutschlands.

Im Jahr 1543 entstand in der Wittenberger Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren eine Serie von Doppelbildnissen Philipp Melanchthons und Martin Luthers. Eine umfang-reiche kunsthistorische Untersuchung des Gemäldes durch Prof. Dr. Gunnar Heyden-reich (Cranach Digital Archive) zeigte, dass sich das hier vorgestellte Porträt in seiner maltechnisch virtuosen Ausführung deutlich von ähnlichen erhaltenen Versionen ab-hebt. Melanchthons ausdrucksstarke Physiognomie ist präzise erfasst, Feinheiten wie die Augen mit Wimpern, Bart- und Kopfhaar sind minuziös wiedergegeben, der blaue Hintergrund wurde zeitaufwändig ohne erkennbaren Pinselstrich gestaltet.

Das Werk besticht nicht nur durch seine außergewöhnlich hohe Malqualität und den sehr guten Erhaltungszustand. Lucas Cranachs meisterliche Charakterstudie lässt selbst heute noch, mehr als 470 Jahre nach ihrer Entstehung, den bedeutende Reformator Melanchthon für den Betrachter greifbar werden.

 

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