Bamberger Kunst und Antiquitäten GbR

 

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Margarete Adler, Stumme Dienerinnen oder Ein Kimono für die Toten, 2018 - 2019, Polyurethan, Messing Draht, Öl, 70 x 50 x 41 cm, Edition 3 + 1 AP

In der Serie "Mutterliebe" setzt sich Adler intensiv mit ihren realen Modellen und deren Geschichten im Vorfeld Auseinander. Es geht um die Liebe der Mutter und damit einhergehende Verletzungen - ob mutwillig oder nicht. Der Werkzyklus besteht aus sechs Skulputren vom Kleinkind bis hin zur alten Frau.

Die Japanerin Seika ist in festlichem strahlendweißem Kimono porträtiert. Er ist links herum gebunden. So trägt man ihn in Japan nur bei der Hochzeit als auch bei im Todesfall. Von einer japanischen Ehefrau erwartet der gesellschaftliche Kanon, in stiller Demut und Bescheidenheit der Familie zu dienen. Somit lässt sich das Werk als die gefühlte Verschmelzung beider Anlässe interpretieren: Der Kimono scheint so eng gebunden, dass jedes freie Handeln unterbunden wird. Auch der Mund, mit goldfarbenen Metallklammern verschlossen, deutet auf eine stumm gemachte Dienerin hin. Trotz/wegen mütterlicher Liebe ist Seika traditionellen kulturellen Mustern zum Opfer gefallen und hat ihrer vorbestimmten Rolle nicht ausweichen können. 

Die Bildhauerin fängt den Moment ein, als die Protagonistin den Kopf wendet, um über die eigene Schulter hinweg nach hinten zu blicken. Auf diese Weise wird die Statik der Oberkörperachse durchbrochen und die Allansichtigkeit der Plastik virtuos hervorgehoben. Bewegung wird evoziert. Unweigerlich wird der Betrachter Seikas Blick folgen und die Skulptur umschreiten.

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Kunsthandwerk

Martinuzzi, Napoleone - attrib.: Seltene, große Zierhenkelvase ''nero e rosso''

(Murano 1892-1977 Venedig) Entwurf für Zecchin Martinuzzi, um 1933. Auf Standring der ovoide Korpus, an der Schulter aufgeschmolzen vier kräftige, gerillte Zierhenkel. Dunkelviolettes, fast schwarzes Glas mit dichten Silberflittereinschmelzungen und transparentem Überfang, Standring, Mündung und Henkel rot überfangen. H. 34 cm. - Die Manufaktur wurde 1932 vom Bildhauer Martinuzzi und dem Ingenieur Francesco Zecchin gegründet und war 1932 und 1934 auf der Biennale vertreten. Obwohl die Manufaktur bereits Ende der 30er Jahre wieder geschlossen werden musste, hatte sie großen Einfluss auf die anderen Glasmanufakturen in Venedig. // Martinuzzi, Napoleone - attrib. — Rare, large vase ''nero e rosso'' (Murano 1892-1977 Venice) designed for Zecchin Martinuzzi, c. 1933. The oval body on a standing ring, four strong, grooved decorative handles fused onto the shoulder. Dark violet, almost black glass with dense silver tinsel enamels and transparent overlay, stand ring, mouth and handle overlaid with red. H. 34 cm. - The manufactory was founded in 1932 by the sculptor Martinuzzi and the engineer Francesco Zecchin and was represented at the Biennale in 1932 and 1934. Although the manufactory had to close again at the end of the 1930s, it had a great influence on the other glass manufactories in Venice.

In unserer Frühjahrs-Auktion am 26. & 27. März 2021
In our Spring Auction in March 26 & 27 2021
schlosser.atgportals.net/auctions/7759/schlosser10019

Kunsthandwerk

Skulpturen

Margarete Adler, Stumme Dienerinnen oder Ein Kimono für die Toten, 2018 - 2019, Polyurethan, Messing Draht, Öl, 70 x 50 x 41 cm, Edition 3 + 1 AP

In der Serie "Mutterliebe" setzt sich Adler intensiv mit ihren realen Modellen und deren Geschichten im Vorfeld Auseinander. Es geht um die Liebe der Mutter und damit einhergehende Verletzungen - ob mutwillig oder nicht. Der Werkzyklus besteht aus sechs Skulputren vom Kleinkind bis hin zur alten Frau.

Die Japanerin Seika ist in festlichem strahlendweißem Kimono porträtiert. Er ist links herum gebunden. So trägt man ihn in Japan nur bei der Hochzeit als auch bei im Todesfall. Von einer japanischen Ehefrau erwartet der gesellschaftliche Kanon, in stiller Demut und Bescheidenheit der Familie zu dienen. Somit lässt sich das Werk als die gefühlte Verschmelzung beider Anlässe interpretieren: Der Kimono scheint so eng gebunden, dass jedes freie Handeln unterbunden wird. Auch der Mund, mit goldfarbenen Metallklammern verschlossen, deutet auf eine stumm gemachte Dienerin hin. Trotz/wegen mütterlicher Liebe ist Seika traditionellen kulturellen Mustern zum Opfer gefallen und hat ihrer vorbestimmten Rolle nicht ausweichen können. 

Die Bildhauerin fängt den Moment ein, als die Protagonistin den Kopf wendet, um über die eigene Schulter hinweg nach hinten zu blicken. Auf diese Weise wird die Statik der Oberkörperachse durchbrochen und die Allansichtigkeit der Plastik virtuos hervorgehoben. Bewegung wird evoziert. Unweigerlich wird der Betrachter Seikas Blick folgen und die Skulptur umschreiten.

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Gemälde

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Möbel

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