Meissen, Porzellan um 1723/24
Goldmontierung Mitte 18. Jahrhundert
Feines Meissener Hartporzellan, unterglasurblaue Schwertermarke, sowie Bezeichnung K.P.M. 1723–24, mit aufwendig gearbeiteter massiver Goldmontierung.
Die Außenwandung ist mit gemalten Jagdszenen dekoriert. Im Innendeckel befindet sich ein fein ausgeführtes Porträt, wohl von Prinzessin Maria Anna von Sachsen, in Jagdkleidung mit ihren Hunden.
Die Dose wurde ursprünglich als unbemaltes Weißporzellan gefertigt und erhielt ihre qualitätvolle Goldmontierung sowie die fein ausgeführte Emailmalerei erst in einem zweiten Arbeitsschritt. Die stilistischen Merkmale der Fassung datieren überzeugend in die Mitte des 18. Jahrhunderts und sprechen dafür, dass diese Veredelung anlässlich der Eheschließung der Prinzessin Maria Anna Sophia von Sachsen mit Kurfürst Maximilian III. Joseph von Bayern im Jahr 1747 erfolgte.
Provenienz:
Sammlung Maximilian Freiherr von Goldschmidt-Rothschild(1843–1940), Frankfurt am Main.
1938 infolge der nationalsozialistischen Verfolgung in den Besitz der Stadt Frankfurt gelangt und dem Museum für Kunsthandwerk Frankfurt übergeben.
1949 Restitution an die Erben der Familie Goldschmidt-Rothschild.
1957 Veräußerung über den Kunsthandel in New York.
Später in der Sammlung Annie Laurie Crawford, New York.
Die lückenlos dokumentierte Provenienz aus einer der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen verleiht dem Objekt eine außergewöhnliche historische und sammlungsgeschichtliche Bedeutung.
Höhe 5 cm, Breite 6,7 cm, Tiefe 4,6 cm










