Bildnis der Contessa Rosa Arconati

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Christian Eduard Franke-Landwers Christoph Freiherr von Seckendorff

Beschreibung

Vittore Ghislandi, genannt Fra Galgario, um 1700

 

Öl auf Leinwand. Links unten in der Inschrift bezeichnet „Josepha Marianna Monialis / Professa in Mon. S. Mariae / Magdalenae P. L. Filia Comitis / Joseph Mariae Arconati in Saeculo Rosa“.

Das Portrait zeigt eine der vier Töchter des Mailänder Kunstsammlers Graf Giuseppe Maria Arconati. Dieser gab bei dem bergamaskischen Künstler Fra Galgario eine für die Villa Arconati in der Lombardei bestimmte Portraitserie seiner Töchter in Auftrag.

Das imposante Gemälde zeigt Contessa Rosa Arconati in fantastisch wiedergegebener, prunkvollster, zeitgenössischer Mode, hochgesteckter Lockenfrisur und Perlschmuck an Hals, Handgelenken und in den Haaren.

Vor einer den Blick auf eine Gartenterrasse freigebenden Vorhangdraperie wird sie mit Notenblatt an einem Musikinstrument als eine elegante und gebildete Dame des Mailänder Adels präsentiert. Lediglich die dem Bild beigefügte Inschrift verweist auf Ihre Zukunft als „Suor Gioseffa Marianna“ im Kloster Santa Maria Magdalena.

Ghislandi (Bergamo 1655-1743 ebd.) stammt aus einer bergamaskischen Malerfamilie und lebte ab 1675 in Venedig. Dort trat er als Laienbruder dem Minoriten-Orden bei. Seit er 1702 dem Kloster Galgario in Bergamo angehörte, änderte er seinen Namen in Fra Vittorio bzw. Fra Galgario.

Nach der Rückkehr aus Venedig und Mailand nach Bergamo perfektionierte Ghislandi sein Können und wurde zu einem der gefragtesten Portraitmaler des norditalienischen Adels.

Höhe 207 cm, Breite 119 cm.

Thieme/Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Bd. 13, S. 566ff

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